Glossar zu technischen Beleuchtungsbegriffen

Die wichtigsten Grundbegriffe der Beleuchtung
Wie in jedem anderen Fachgebiet existieren auch in der Beleuchtungstechnik viele Fachbegriffe und Prinzipien. Wir verwenden spezifische Einheiten, um die Eigenschaften von Lichtquellen und Leuchten zu spezifizieren.

Die wichtigsten Begriffe sind im Folgenden zu finden.

Farbwiedergabe (CRI oder RA)

Die Anforderungen an die Farbwiedergabe variieren je nach Anwendung. Eine natürliche Farbwiedergabe ist stets die beste Option. Eine weniger gute Farbwiedergabe ist stets nachteilig.

Die Farbwiedergabe wird anhand der Farbwiedergabeeigenschaften einer Lichtquelle gemessen. Am häufigsten findet dabei der Farbwiedergabeindex (RA) Verwendung. Um den RA-Wert zu definieren, wird die Farbwiedergabefähigkeit der betreffenden Lichtquelle mit der einer Referenzlichtquelle verglichen. Dies wird mithilfe von acht Standardfarbproben erreicht. Je weniger Farbabweichungen festgestellt werden, desto höher ist der RA-Wert der Lichtquelle. Eine Lichtquelle mit einem RA-Wert von 100 gibt die Farben im Vergleich zum Referenzlicht optimal wieder. Je niedriger der Wert, desto schlechter die Farbwiedergabe.
Der RA-Wert sollte stets zusammen mit der Farbtemperatur (Tf) spezifiziert werden.

Beispiele für den RA-Index:

  • Glühlampe 100
  • Halogen-Glühlampe 100
  • Tageslicht 100
  • Vollfarb-Leuchtstoffröhre 85
  • Spezial-Vollfarb-Leuchtstoffröhre 95
  • Metall-Halogen-Glühlampe 85-92
  • Monochrome Leuchtstoffröhre 52
  • Quecksilber-Glühlampe 50
  • Natriumdampf-Hochdrucklampe 20

Farbtemperatur (Kelvin, K)

Die Farbtemperatur einer Lichtquelle wird im Vergleich zu einem Schwarzkörperstrahler erhoben und in einem Farbkoordinatensystem gemäß der Planck-Temperaturkurve dargestellt. Eine Glühlampe mit warmem Licht weist beispielsweise eine Farbtemperatur von 2700 K auf. Eine tageslichtähnliche Lichtquelle kann eine Farbtemperatur von 6000 K aufweisen. Die Farbtemperatur sollte stets mithilfe eines Chromatizitätsdiagramms angegeben werden.

Lichtfarbe

Die wahrgenommene Lichtfarbe lässt sich relativ gut anhand der Farbtemperatur beschreiben. Die Lichtfarbe lässt sich in drei Hauptfarbgruppen unterteilen:

  • Warmes Licht < 3000 K
  • Weißes Licht 3300-5000 K
  • Tageslicht > 5000 K

Lichtquellen mit gleicher Lichtfarbe können aufgrund unterschiedlicher spektraler Zusammensetzung unterschiedliche Farbwiedergabeeigenschaften aufweisen.

Beleuchtungsstärke (Lux, lx)

Die Beleuchtungsstärke gibt an, wie viel Licht auf eine beleuchtete Fläche trifft.
Eine Beleuchtungsstärke von 1 Lux tritt auf, wenn ein Lichtstrom von 1 Lumen gleichmäßig auf einer Fläche von 1 m verteilt ist.

Licht und Strahlung

Unter Licht verstehen wir die von den Augen wahrgenommene elektromagnetische Strahlung. Strahlung in einem Wellenlängenbereich von 380-780 Nanometer wird von unseren Augen als Licht wahrgenommen. Dieser Bereich stellt nur einen sehr kleinen Teil (Spektrum) des tatsächlichen Wellenlängenbereichs der Strahlung dar.

Leuchtdichte (Candela pro Quadratmeter, cd/m²)

Die Leuchtdichte gibt an, als wie hell eine Oberfläche oder eine Lichtquelle vom Auge wahrgenommen wird.

Lichtausbeute (Lumen pro Watt, lm/W)

Die Lichtausbeute gibt die Lumenmenge an, die pro verbrauchtem Watt erzeugt wird. Sie ist auch ein Maß dafür, wie wirtschaftlich eine Lichtquelle ist.

Lichtstrom (Lumen, lm)

Der Lichtstrom bezeichnet die gesamte Lichtstrahlung, die von einer Lichtquelle im Sichtfeld einer Person emittiert wird. Der Lichtstrom ist ein Maß für die Leistung des Lichts. In einigen speziellen Fällen kann er auch in Watt (W) angegeben werden.

Lichtstärke (Candela, cd)

Eine Lichtquelle emittiert normalerweise Licht unterschiedlicher Intensität und in verschiedene Richtungen. Die Intensität in einer bestimmten Richtung wird als Lichtstärke definiert.

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